Spielerschutz
Verantwortungsvoll Spielen
Glücksspiel soll Unterhaltung sein und keinesfalls eine finanzielle oder emotionale Belastung. Bei Betsio stellen wir dir umfangreiche Werkzeuge zur Verfügung, damit du jederzeit die Kontrolle behältst.
Was verantwortungsvolles Spielen bedeutet
Verantwortungsvolles Spielen heißt, Glücksspiel bewusst und im Rahmen deiner finanziellen sowie zeitlichen Möglichkeiten zu nutzen. Es bedeutet, klare Grenzen zu setzen, regelmäßig zu reflektieren und Glücksspiel niemals als Einkommensquelle oder Lösung für Probleme zu betrachten. Wir glauben, dass ein sicheres Spielerlebnis nur dann möglich ist, wenn du dich jederzeit darauf verlassen kannst, dass die Plattform deinen Schutz ernst nimmt.
Die wichtigsten Grundregeln lauten: Spiele nur mit Geld, dessen Verlust du dir leisten kannst, plane feste Zeiten ein, halte Pausen ein und vermeide es, Verlusten hinterherzujagen. Wenn du merkst, dass Spielen für dich zur Pflicht wird oder andere Lebensbereiche beeinträchtigt, ist das ein klares Signal, einen Schritt zurückzutreten.
Werkzeuge in deinem Betsio-Konto
Einzahlungslimit
Tägliches, wöchentliches oder monatliches Limit für deine Einzahlungen festlegen.
Verlustlimit
Maximaler Nettoverlust über einen frei wählbaren Zeitraum.
Einsatzlimit
Begrenzung deiner Einsätze pro Drehung, Hand oder Wette.
Sitzungslimit
Maximale Spielzeit pro Sitzung mit automatischer Benachrichtigung.
Reality-Check
Regelmäßige Erinnerung an deine bisherige Spieldauer und deine Bilanz.
Selbstsperre
Pause für 24 Stunden, mehrere Wochen oder dauerhafte Schließung deines Kontos.
Alle Limits findest du nach dem Login im Bereich „Spielerschutz". Erhöhungen werden mit einer Bedenkzeit von in der Regel sieben Tagen aktiviert, Senkungen treten sofort in Kraft.
OASIS und LUGAS: bundesweite Sperrsysteme
OASIS ist das zentrale Sperrsystem, das nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) eingeführt wurde und alle in Deutschland lizenzierten Glücksspielanbieter verpflichtet, eine einmal verhängte Sperre anbieterübergreifend zu respektieren. LUGAS ergänzt das System um eine Aktivitätsdatei, die unter anderem ein anbieterübergreifendes monatliches Einzahlungslimit überwacht und Parallelspiel verhindert.
Eine Selbst- oder Fremdsperre über OASIS kannst du direkt bei jedem in Deutschland lizenzierten Anbieter, bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) oder bei anerkannten Beratungsstellen beantragen. Die Sperre gilt für mindestens drei Monate und kann auf unbestimmte Zeit verlängert werden.
Hilfsangebote in Deutschland
Wenn du das Gefühl hast, die Kontrolle über dein Spielverhalten zu verlieren, gibt es in Deutschland zahlreiche kostenlose und vertrauliche Anlaufstellen. Die wichtigsten sind:
- BZgA-Helpline: 0800 1 37 27 00 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr).
- Check-dein-Spiel.de mit Selbsttests, Beratung per Chat und Mail sowie einem Spielverhalten-Tagebuch.
- Anonyme Spieler bieten regionale Selbsthilfegruppen und Online-Meetings für Betroffene und Angehörige.
- Fachstellen der Bundesländer und Suchtberatungsstellen der Caritas und Diakonie für persönliche Gespräche.
Schutz von Minderjährigen
Glücksspiel ist in Deutschland ausschließlich für Personen ab 18 Jahren erlaubt. Wir setzen Identitätsprüfungen ein und bitten alle Eltern und Erziehungsberechtigten, geeignete Maßnahmen wie Jugendschutzfilter zu nutzen, damit Minderjährige keinen Zugriff auf Glücksspielangebote erhalten.
Weitere Informationen zur Kontoschließung findest du auf der Seite Konto schließen, Hilfsangebote sind auf der Seite Hilfe erhalten zusammengefasst.
Selbsttest und Reflexion
Ein regelmäßiger Selbsttest hilft, das eigene Spielverhalten objektiv einzuschätzen. Verschiedene Tests stehen kostenlos online zur Verfügung, etwa über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. Ein typischer Selbsttest besteht aus zehn bis zwanzig Fragen zur Häufigkeit und Dauer des Spielens, zu Spielmotivation, zu finanziellen Auswirkungen und zu sozialen Auswirkungen auf Familie und Beruf. Das Ergebnis ordnet dein Spielverhalten in Kategorien von unauffällig bis hochproblematisch ein und gibt Hinweise auf geeignete Unterstützungsangebote. Wir empfehlen, einen solchen Selbsttest mindestens einmal pro Jahr durchzuführen.
Familiärer Schutz
Wer in einem Haushalt mit einem Spieler lebt, kann durch klare familiäre Vereinbarungen viel zum Schutz beitragen. Gemeinsame Konten sollten regelmäßig kontrolliert werden, Kreditkartenlimits können bewusst niedrig gesetzt werden und Spielzeiten am gemeinsamen Computer können durch Software-Tools begrenzt werden. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine offene Aufklärung über die Risiken von Glücksspiel besonders wichtig. Apps und Browser-Erweiterungen wie Gamban oder BetBlocker blockieren den Zugriff auf bekannte Glücksspielwebsites und erschweren impulsives Spielen. Diese technischen Werkzeuge ergänzen die menschliche Unterstützung und schaffen zusätzliche Sicherheitsebenen, die in Krisensituationen entscheidend sein können.
Finanzielle Folgen
Problematisches Spielverhalten kann erhebliche finanzielle Folgen haben, die über bloße Verluste hinausgehen. Schulden bei Banken, Kreditkartenanbietern oder privaten Geldgebern können sich schnell aufbauen und die finanzielle Existenz gefährden. In schweren Fällen drohen Privatinsolvenz, Verlust der Wohnung oder Trennung von Familie und Partnern. Schuldnerberatungsstellen bieten kostenfreie Unterstützung bei der Strukturierung von Schulden und der Verhandlung mit Gläubigern. Ein Schuldenmoratorium kann unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden und schützt vor weiteren Vollstreckungsmaßnahmen, während eine langfristige Lösung erarbeitet wird. Frühzeitige Beratung ist der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche finanzielle Sanierung.
Therapie und Selbsthilfe
Glücksspielsucht ist eine anerkannte Verhaltenssucht, die ähnlich wie andere Süchte behandelt werden kann. Ambulante Therapie umfasst meist wöchentliche Einzelgespräche mit einem Psychotherapeuten sowie ergänzende Gruppensitzungen. Stationäre Therapien dauern in der Regel sechs bis zwölf Wochen und finden in spezialisierten Suchtkliniken statt. Die Kosten werden bei diagnostizierter Spielsucht in der Regel von der Krankenkasse oder Rentenversicherung übernommen. Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Spieler bieten ein Netzwerk Gleichgesinnter, das auf gegenseitiger Unterstützung beruht. Diese Gruppen treffen sich wöchentlich in vielen Städten Deutschlands sowie online und stehen jedem Betroffenen ohne Anmeldung offen.